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Samtens auf der Insel Rügen
Samtens liegt auf halber Strecke zwischen der
Sundquerung ab Stralsund und der Stadt
Bergen. Sowohl die Bahnstrecke als auch die B96 verlaufen direkt durch
Samtens. Als eine der wenigen Binnengemeinden hat Samtens keinen direkten
Zugang zur Ostsee, die flachwellige Landschaft wird überwiegend landwirtschaftlich
genutzt.
1318 wird erstmals ein Dorf namens "Samtensze"
erwähnt - dem slawischen Ursprung nach übersetzbar als "einsam".
Tatsächlich rührt die Bezeichnung wohl von der damaligen Einzellage
her, früher wurden hier die Leibeigenen des Gutes Plüggenthin
untergebracht. Eine nahe gelegene Senke mit einem Niveau von lediglich
7 Metern über NN erschwerte schon damals die Bebauung des bis heute
recht bodenfeuchten Gebietes, so dass es erst im 19.Jahrhundert langsam
zu einer Erweiterung des Dorfes kam. Mit dem Bau neuer Landstraßen
und eines neuen Bahnhofes kam Samtens schon bald größere Bedeutung
zu, schließlich entwickelte es sich zum Verkehrsknotenpunkt.
Bis heute zeugen die typischen roten Backsteinbauten - damals Häuser
von Bahnangestellten, Gewerbetreibenden und Dienstleistern - vom Aufschwung
der damaligen Zeit.
Nach dem Krieg kam die Bodenreform und mit ihr zahlreiche Neubauern. Die
überwiegend landwirtschaftliche Widmung des Ortes manifestierte sich
zunehmend und weitete sich noch bis zur politischen Wende hin aus. Heute
ist Samtens ein gesund gewachsener Wohnort mit stabiler Infrastruktur.
Zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten und gastronomische Einrichtungen
sowie die verkehrsgünstige Lage machen den Ort attraktiv für
Handel, Gewerbe und Tourismus.
Der Ort fasziniert weder durch besonders markante Landschaften
noch durch Bäderarchitektur, hält hinter seiner unauffälligen
Fassade jedoch manche Überraschung bereit und entfaltet seinen Charme
erst auf den zweiten Blick.
Die Backsteinkirche im ehemaligen Stadtzentrum stammt aus dem 14.
Jahrhundert und demonstriert anschaulich den Wechsel der Bauepochen. Die
erste Renovierung im 17. Jahrhundert erfolgte im Barock-Stil, 1884 wurde
ein neoklassizistischer Vorbau angefügt. So vereint der ursprüngliche
Bau in Backsteingotik nunmehr barocke Malereien und spätgotische
Elemete. Der Taufengel entstand vermutlich um 1700 und ist ein Werk des
Stralsunder Künstlers Martin Becker. Absolut höhrenswert ist
auch die Orgel.
Das Technik-Modell-Museum gewährt Einblicke
ganz anderer Art, im Sporthotel "Tiet un Wiel" lassen sich sprichwörtlich
Zeit und Weile hervorragend bei ausgedehnten Wellnessanwendungen verbringen.
Hier lässt sich ein entspannter und erholsamer Wellnessurlaub
auf Rügen verbringen.
Im nahe gelegenen Örtchen Rambin lockt die Pommernkate mit heimischen
Produkten, Naturkosmetik, Kunsthandwerklichem, maritimen Einrichtungsgegenständen,
frischem Räucherfisch und deftiger Küche.
Wenige Autominuten von Samtens
entfernt befindet sich der Flugplatz Güttin, der als Sportflughafen
genutzt wird. Von dort aus kann man zu traumhaften Rundflügen über
die Insel
Rügen starten.
Stralsund, Bergen, Putbus, Garz
und Altefähr sind schnell und gut erreichbar, so dass Samtens sich
perfekt als Startpunkt für ereignisreiche Tagesausflüge eignet,
ohne lange Wege in Kauf nehmen zu müssen.
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